Digitaler Wendepunkt 2007

Am 26. April 2018 von Peter Hurrelmann

 
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Früher war alles besser?/schlechter? Auf jeden Fall anders!

 

Schauen wir mal gut 10 Jahre zurück. Filme werden noch im Kino geschaut, Urlaube im Reisebüro gebucht und das Taxi auf der Straße herangewunken. Die Familie versammelt sich sonntags um 20.15 Uhr beim Tatort und man geht überwiegend noch in die Geschäfte der Innenstädte um zu shoppen oder einzukaufen, obwohl Amazon bereits mehr als nur Bücher am Lager hat. Wenn man sich die Mühe macht, sich zu erinnern, fallen einem noch ganz viel mehr Beispiele ein. Digitalisierung fand damals, wenn überhaupt nur vor dem häuslichen Computer statt.

 

Steve Jobs` Revolution!

 

Und dann kommt das Jahr 2007. Ein globaler Wendepunkt in der digitalen Entwicklung. Es beginnt im Juni als Apple-Chef Steve Jobs mit einer großartigen Marketingkampagne die erste Version des iPhone präsentiert. Ein faszinierendes kleines Teil mit dem Apple die nächste digitale Revolution einleitet, die unser Leben weiter beschleunigen, ja komplett verändern wird. Denn ab sofort ist man nicht mehr nur zu Hause sondern überall digital. Mittlerweile hat diese Entwicklung die letzten Winkel unserer Lebensbereiche erreicht und die Generation, die damit groß geworden ist, kann sich nicht mehr vorstellen, wie es früher war. Angefangen über unser soziales Leben, zu jedem Zeitpunkt mit jedem Menschen auf unserem Planeten ad hoc Informationen austauschen zu können über unser tägliches „Schritte zählen“, unsere Häuser intelligent zu steuern, uns unterwegs punktgenau navigieren zu lassen, permanent Lieblingsmusik zu hören und so weiter, und so weiter. Es gibt für alles eine App und die Faszination von smarten Mobilgeräten hat die große Mehrheit der Menschheit fest im Griff.

 

Haben wir`s verschlafen?

 

Große Anbieter hatten sich schon lange darauf vorbereitet, im Netz Waren jeglicher Art feil zu bieten und standen damals bereit, die Welt zu erobern. Heute findet der Verbraucher mit seinem Smartphone in den bunten Katalogen des Internets fast alles, was er sich wünscht. Und das meistens auch noch billiger als im Geschäft. Klar, online zahlt man keine Ladenmiete. Sogar die Online-Shops von Schuhen und Mode florieren. Also, warum sollte man jetzt noch in Geschäfte gehen. Wenn es mir nicht gefällt, schicke ich es zurück. Und das oft auch noch ohne Porto. Viele haben diese Entwicklung nicht gesehen, einfach verschlafen oder nicht wahrhaben wollen. Es betrifft fast alle kleinen und mittelgroßen Städte und der verzweifelte Versuch sich jetzt zumindest mit einer Homepage und einem Online Shop im Internet bemerkbar zu machen kommt angesichts der Übermacht von Amazon und Co. wahrscheinlich zu spät.

 

Es gibt andere Wege.

 

Auch wirkt der Ruf nach „Homeshopping“ mit Drohungen der Verödung der Innenstädte eher wie eine Geschichte aus dem Struwwelpeter. Dabei gibt es auch Kleinstädte, die mit einem starken gemeinsamen Überlebenswillen andere Wege gegangen sind und damit anscheinend Erfolg haben. Mittlerweile ist das Thema sogar schon in Berlin angekommen und der bitkom und andere internetnahe Verbände und Interessengemeinschaften fordern mit Nachdruck von der Bundesregierung, ein Digitalministerium einzusetzen.

Link: https://digitalministerium.org/

Wir bleiben gespannt.

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