Marketinggeschichte – eine Reise durch die Zeit

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Am 5. November 2021 von Tim Halberstadt

 

„Wenn das Produkt gut ist, dann braucht es kein Marketing!“, so die Aussage von vielen Außenstehenden. Aber ist das wirklich wahr? In der vorindustriellen Zeit, zwischen 1720 und 1800, würde die Aussage möglicherweise stimmen. Heutzutage wird das Marketing allerdings für verschiedene Unternehmensziele verwendet. Ob es sich um die Kundenzufriedenheit, um den Umsatz oder um das Image handelt, Marketing kann vielseitig eingesetzt werden.
 
So wie wir es heute kennen, entstand es erst Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt in den 60er – Jahren. Was genau geschah in dieser Zeit? Schauen wir es uns doch mal gemeinsam an und reisen zurück in die Vergangenheit, wo alles begann.
 
Wir befinden uns in den 1960er – Jahren, man feiert zum allerersten Mal den wirtschaftlichen Aufschwung. Hier ist das Marketing erstmals von zunehmender Käufermarktsituation geprägt und man sieht es als Engpasssituation an. Oft spricht man auch von einer operativen Beeinflussungstechnik. Die Werbung erweitert sich von rein produktbezogener Anzeigenpräsentation zur umfassenden Lifestyle-Werbung. Uns begegnen in der Reklame größtenteils Hausfrauen in Kochschürzen, die jegliche Alltagsprodukte bewerben. Die Geschlechterrollen sind zu dieser Zeit noch klar verteilt. Die Frau ist im Haushalt tätig und für die Erziehung der Kinder zuständig, während der Mann arbeiten geht. Somit werden die Produkte als Teil des Zeitgeistes vorgestellt.
 
In den 70er – Jahren werden mehr und mehr Konzepte entwickelt, welche ständig der wachsenden Macht des Handels gerecht werden. Das allgemeine Konsumangebot wird so groß, dass Unternehmen anfangen, ihre Märkte und Zielgruppen zu definieren. Dadurch spricht die Werbung nicht mehr die Allgemeinheit an, sondern adressiert konkret die Zielgruppen und deren Wünsche und Bedürfnisse. Das Marketing wird erstmals als Führungsposition in Unternehmen verstanden.
 
Mit den Jahren schreitet die Globalisierung voran. Es kommt zu einer weltweiten Verflechtung in vielen verschiedenen Bereichen. Die Wirtschaft, die Kommunikation, die Umwelt und die Politik nehmen stets an Wichtigkeit zu. Somit fängt die Marketing-Wissenschaft in den 80er – Jahren an, sich mit Wettbewerbsvorteilen und der Positionierung auf dem Markt zu beschäftigen. Durch den Einfluss der Globalisierung entsteht der Gedanke des Global Marketings. Das heißt, es wird weltweit ein einheitliches Produkt unter einer Marke angeboten, mit einheitlicher Werbung. Ziele, die hiermit verfolgt werden, sind natürlich zumal Kostenvorteile und ein einheitliches Image. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Coca Cola, die bestimmt jeder seit seiner Kindheit kennt.
 
Angekommen in den 90er – Jahren, ab jetzt wird breiter und vielseitiger gedacht. Nun erlangen auch rechtliche, gesellschaftliche oder ökologische Aspekte Beachtung. Somit entsteht der Begriff des Nachhaltigkeitsmarketings weiterhin als Sustainable Marketing verstanden und bietet die Möglichkeit, von neuen Marktchancen zu profitieren. Während bisher Kosten- und Qualitätswettbewerb das Marketing bestimmenten, kommt jetzt der Zeitwettbewerb hinzu. Die Fähigkeit eines Unternehmens, die unterschiedlichen Umfeldveränderungen rechtzeitig zu erkennen und auf diese entsprechend zu reagieren, stellen große Erfolge in dieser Phase dar.
 
Von der Digitalisierung sind die 2000er – Jahre geprägt und natürlich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Daraus entwickeln sich die Trends des „Database-Marketing“, „Netzwerkmarketing“, „interaktives“ und „virtuelles Marketing“. Durch genaue Informationen der Kunden, setzen Unternehmen auf zielgruppenorientertes Direktmarketing. Man möchte nun jegliche Kaufprozesse interaktiv, erlebnisreich und emotional gestalten.
 
Seit den 2010er – Jahren verändert und entwickelt sich die Marketing-Landschaft ständig weiter. Vor allem die klassischen Print Medien rücken immer weiter in den Hintergrund. Gleichzeitig werden Informationen überall und zu jeder Zeit abgerufen. Dadurch gilt das Prinzip „anytime, anywhere, anyhow“. Big Data prägt das Marketing wie alles andere. Gesammelte Kundendaten dienen als Grundlage für eine Analyse und das Vorhersagen des Kundenverhaltens. Der Wettbewerb wird immer härter und die Unternehmen sind gezwungen, sich besonders effektive Strategien auszudenken.
 
Wow! Jetzt erst mal kurz Luft holen. Wer hätte gedacht, dass Marketing so eine alte und lange Geschichte mit sich bringt?

 

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